GERMEROTH
GERMEROTH_Chronik
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                                                                    Die Familiengeschichte seit 1607

                                                                                       Konfession:  
                                                                              evangelisch - reformiert
                                                                                                                                                                                       
Die Siebmacherfamilie GERMEROTH lässtt sich nach dem derzeitigen Forschungsstand bis zum Anfang des 17. Jahrhun-
zurückverfolgen. Erwähnt wird sie in Heimarshausen erstmals am  16. März 1651  bei der Taufe von  Adam Orts Söhnlein in
den  Kirchenbüchern von Züschen-Heimarshausen. Gevatter des Kindes ist:
               " ... Israel Germerots ältester Sohn Johannes ... " !

  Zwei Jahre später,  am  29. Mai 1653  [auf Pfingsten],  wird der vorgenannte
  Israel GERMERODT  mit der heute ausgestorbenen Berufsbezeichnung des
  "Siebers"  [Siebmacher]  bei der  Konfirmation seines  zweiten oder  dritten
  Sohnes indirekt wiederum genannt:

             " ... Hans Henrich Germerod des  S i e b e r s  Sohn".

  Er kam mit seiner  Frau und vermutlich sechs Kindern  [vier sind namentlich
  bekannt]
,  sicherlich bedingt durch  die Wirren des  Dreißigjährigen Krieges,
  zwischen  1636 und 1651  nach  Heimarshausen.  Zuvor scheint er in  Lohne
  oder Gleichen,  nur wenige Kilometer von  Heimarshausen entfernt, gewohnt
  zu haben, denn am 26. Januar 1636 wird in den dortigen Kirchenüchern das
  Begräbnis seines Sohnes Johannes vermerkt:

                            " ... Israel Germerodts filiy Joes. ..."

Da seine Frau,  deren Name und Herkunft trotz intensiver  Nachforschungen unbekannt bleiben, am  31. Mai 1688  in Heimars-hausen als Witwe von 83 Jahren begraben wird:

           " ... ist die alte Siebersche, weyland Israel Germerodts  Rel. zu Heymh: von 83 Jahren begraben ... " .

dürfte  Israel GERMERODT etwas älter als sie gewesen und um das Jahr 1600 geboren sein. Seine Sterbe- oder Begräbnisda-
ten sind leider nicht verzeichnet. Er muss aber zwischen dem 27. November 1659, als sein jüngster Sohn Martin Gevatter bei
Christoph Hofmeisters Söhnlein war [hier wird er letztmalig, auch wieder indirekt, als der S i e b e r  genannt]:

           " ... dazu Gevatter gewesen des  S i e b e r s  jüngster Sohn Merten ... "

und dem  31. Mai 1688,  dem Begräbnis seiner Witwe,  verstorben sein. Zwischen diesen beiden Daten wird er in den Kirchen-
büchern nicht mehr genannt. Auch andere Dokumenten aus dieser Zeit, die im Staatsarchiv Marburg liegen, erwähnen ihn nicht mehr . Das Datum seiner Eheschließung ist ebenfalls nicht bekannt,  ist aber in der Zeit zwischen 1625 und 1635 zu vermuten.

Er könnte der Sohn des  Adam GERMERODT  gewesen sein, der in  Kirchberg,  nahe Heimarshausen, im Jahr  1607 in einer Kirchenrechnung genannt wird. Er scheint Geld aus dem Gotteskasten der Kirchengemeinde geliehen zu haben:

          " ... Adam Germerodt gibt an die Kirche 8 albus Zins von 5 Thalern aufgenommenen Kapitals ... " .

Von diesem sind keine Lebens- und Familiendaten bekannt, da die Kirchenbücher von Kirchberg erst 1651 beginnen.  Er dürfte aber schätzungsweise zwischen etwa 1570 und 1650 gelebt haben.
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   Nachdem das kleine Städtchen  Züschen 1640  bis auf 11 Häuser und das Pfarrhaus
   zerstört wurde,  nahm der Pfarrer  Johannes Kuchenbecker  bis zum Jahr 1650 keine
   Eintragungen in die Kirchenbücher [die 1587 beginnen und erhalten blieben] vor. Erst
   sein  Nachfolger  Johannes Günst  nahm ab  Ende 1650  die Führung  wieder auf. Die
   Eintragungen sind für die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts  [Sterbe- und Begräbnis ein-
   träge  wurden nur  vereinzelt  vorgenommen]
  und  besonders  das  1. Viertel  des 18.
   Jahrhunderts sehr lückenhaft.  1705 bis 1712 nahm der Pfarrer  Georg Andreas Knöp-
   fel nur wenige  knappe und von  1712  bis zu seiner  Amtsenthebung  wegen  falscher
   Lehre Mitte 1725 überhaupt keine Einträge vor.

   Die Herkunft der ersten beiden  Generationen dieser  Familie lässt sich daher bis jetzt
   nicht feststellen.  Beziehungen zu anderen seit dem Ende des Mittelalters in Hessen
   und Thüringen genannten Familien dieses Namens werden sich so nur schwer klären
   lassen, falls nicht doch noch bisher unbekannte Dokumente auftauchen sollten.

   Die  Kirche zu  Heimarshausen  [sie ist  der achteckigen  "Karlskirche"  in der franz.
   Oberneustadt in Kassel nachempfunden]

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Ob ein Zusammenhang mit der ältesten seit  1543 bis heute in  Rockensüß  bei Sontra lebenden Familie Germeroth oder eine
Abstammung von dem von 1544 bis 1552 urkundlich belegten und vor 1557 verstorben  Pfarrer Wigand Ber  genannt  Wigan-
dus Germerodt
 [er nannte sich nach seinem Herkunftsort Germerode am Hohen Meißer] in  Walburg bei Hess. Lichtenau be-
steht, bleibt ebenfalls ungewiss.  An seiner Herkunft wird aber die  Entstehung dieses  Familiennamens  beispielhaft dokumen-
tiert. Fest steht aber mit Sicherheit, dass alle [zum Teil noch heute dort lebenden] Germeroth's in

     Heimarshausen,  Züschen,  Waldeck  [früher Alt-Berich im Edersee],  Niederwerbe, Sachsenhausen, Höring-
     hausen,
Netze, Mandern, Bad Wildungen, Wabern, Westuffeln, Zierenberg, Baunatal und zum Teil in Kassel
     
[hier sind auch Germeroth's mit anderer Herkunft ansässig]

Nachfahren des Siebers Israel GERMERODT und seines vermutlichen Vaters  Adam GERMERODT sind.  Dazu gehört auch eine beträchtliche Anzahl von Nachkommen in den USA, inzwischen schon sieben Generationen.

Sie gehörten zum Handwerker- und teilweise zum  Bauernstand  und sind in der Hauptsache neun Generationen lang  Siebma-
cher  [Sibber oder Sieber]  von Beruf gewesen.  Nach dem  Aussterben dieses  Berufes am Ende des  19. Jahrhunderts waren noch zwei Generationen als  Korbmacher tätig.  Drei Generationen der  Westuffeler Linie d.h. meines Zweiges, waren und sind
Förster von Beruf.  Die Familie gehörte und gehört dem protestantischen Glauben, erst wohl lutherischer, dann ab 1604  [kalvi-nistisch]-reformierter Prägung an.

Grundlage aller erfassten  Geburts-, Tauf-, Konfirmations-, Heirats-, Pönitenz-, Sterbe- und Begräbnisdaten sind die  Kirchenbü-
cher von  Lohne-Gleichen, Züschen-Heimarshausen und Westuffeln sowie die Ortssippenbücher von Berich, Waldeck, Nieder-werbe und Höringhausen.  Dazu kommen die  Katastereinträge bzw.  Alienationsprotokolle und die  Familienprotokolle von Hei-
marshausen im Hessischen Staatsarchiv Marburg.

Auf den folgenden Seiten sind alle Nachkommen von  Adam & Israel GERMERODT  von 1651 bis ca. 1810 in Heimarshausen
zu einem Familienbuch zusammengefaßt.  Die Familie ist dort und im benachbarten Züschen noch heute in zahlreichen Linien ansässig.  Diese konnten aber bisher nur  teilweise erforscht werden.  Vollständig erfasst  sind die Linien  Berich-Waldeck  und Westuffeln.
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                                                        ©  Copyright 2005-2008 by Reinhard Germeroth 
                                                                              Stand: 01.04.2006
                                                                                                                                                                                        
                                                                               
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